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Bereits im Frühjahr 1904 schlossen sich der Ingenieur Henry Royce (Sir Henry selbst bezeichnete sich stets als „Mechanic“, nie jedoch als Ingenieur) und der Kaufmann The Hon. Charles Rolls zusammen. Sie wollten gemeinsam Autos bauen. Am 15. März 1906 gründeten sie in Manchester die Firma Rolls-Royce Limited. Als erstes Modell wurde der 40/50 HP (1906–1925) auf einer öffentlichen Automobilmesse in London vorgestellt. Er kostete damals 305 Pfund. Das Fahrzeug verschaffte dem Unternehmen den Ruf, das beste Automobil der Welt zu bauen, da es einen neuen Langstreckenrekord aufstellte. Der erst ab 1907 als Silver Ghost bezeichnete Rolls-Royce 40/50 HP bewährte sich auch im Militäreinsatz. Der als „Lawrence von Arabien“ berühmt gewordene Lt. Col. T.E. Lawrence schrieb in seinem Buch „Die sieben Säulen der Weisheit“ über dieses famose, zuverlässige Automobil: „Ein Rolls-Royce in der Wüste ist mehr wert als Rubine“. Seit 1911 trug er als Kühlerfigur den legendären „Spirit of Ecstasy“, eine Frauengestalt, für die Miss Eleanor Velasco Thornton dem Bildhauer Charles Sykes Modell gestanden haben soll. Nur im deutschsprachigen Raum wird die Spirit of Ecstasy „Emily“ genannt-warum weiß niemand, da Eleanor Thornton nie so genannt wurde. Während der Weltwirtschaftskrise übernahm Rolls-Royce 1931 den Konkurrenten Bentley, der sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand. Zunächst wurde Bentley als sportliche Marke im Unternehmen geführt, zum Ende des letzten Jahrhunderts allerdings waren Rolls-Royce- und Bentley-Fahrzeuge in vielen Details bis auf den Kühlergrill nahezu baugleich. 1946 wurde die Automobilproduktion nach Crewe verlegt. Seit 2003 werden Rolls-Royce Automobile im südenglischen Goodwood, West-Sussex, gefertigt, dem sechsten Produktionsstandort in der mehr als 100-jährigen Geschichte. Circa 10 km entfernt, in West-Wittering an der Küste, verbrachte Sir Henry Royce seine letzten Lebensjahre; sein Haus und sein Studio befinden sich noch dort und sind in Privatbesitz. |